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Erste Bucerius Lab Digital Lunch Session

Frozen economy: Welche wirtschaftlichen Folgen bringt die Corona-Pandemie mit sich?

Kann man eine Volkswirtschaft „anhalten“? Brauchen wir ein sofortiges Bürgergeld? Wie tief werden die Märkte noch einbrechen? Was passiert danach? Gemeinsam wollen wir diskutieren über die absehbaren volkswirtschaftlichen Folgen der Krise, sinnvolle Rettungspakete und die möglichen Konsequenzen für jeden von uns. Wie wird Hamburg von der Krise betroffen sein – und was können Politik, Unternehmen und wir alle in den kommenden Monaten tun, um die ökonomischen Folgen der Pandemie so gut wie möglich zu überwinden?

Gäste:

  • Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts
  • Isabel Jansen, Leiterin Bereich Qualifizierung und Beratung, Hamburg Kreativ Gesellschaft
  • Götz Hamann, Wirtschaftsjournalist, Redaktionsleiter Digitale Ausgaben der ZEIT
Moderation: Daniel Opper, Leiter des Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung

Das Format: Die Session wird als moderierte Videokonferenz stattfinden – zunächst mit einem virtuellen „Podiumsgespräch“ zwischen den ExpertInnen, danach haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Digital Lunch Session #1

Freitag, 27.03.2020
12:00-13:15 Uhr

 

Gäste

Prof. Dr. Henning Vöpel

ist seit 2014 Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Im Jahr 2010 wurde Vöpel als Professor für Volkswirtschaftslehre an die HSBA Hamburg School of Business Administration berufen. Seine Forschungs- und Themenschwerpunkte sind Konjunkturanalyse, Geld- und Währungspolitik, Finanzmärkte und Digitalökonomie. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg promovierte Prof. Vöpel 2004 mit einer Arbeit über die „Stabilisierungswirkungen der Geldpolitik“.

Isabel Jansen

leitet bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft den Bereich "Qualifizierung und Beratung". Sie ist darüber hinaus zuständig für alle Angebote für Studierende und Absolvent/innen sowie den Themenbereich Crowdfunding. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist mit ihrem vielfältigen Angebot die zentrale Anlaufstelle für alle Akteur/innen der Hamburger Kreativwirtschaft. Isabel Jansen studierte Kulturwissenschaften (B.A.) und Kultur- und Medienmanagement (M.A.) an der Leuphana Universität Lüneburg, an der University of South Wales und am Institut für Kultur und Medien der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Götz Hamann

ist mehrfach ausgezeichneter Wirtschaftsjournalist und seit 2015 Redaktionsleiter für digitale Ausgaben im ZEIT-Verlag. Seit 20 Jahren arbeitet er außerdem für das Wirtschaftsressort der ZEIT, erst als Redakteur und ab 2008 als stellvertretender Ressortleiter.

Rückblick erste Digital Lunch Session

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat das Bucerius Lab sein aktuelles Lunch-Session-Format in den digitalen Raum verlegt. Zum Thema „Frozen economy: Welche wirtschaftlichen Folgen bringt die Corona-Pandemie mit sich?“ fand die Session am 27. März erstmals als Online-Konferenz statt. Rund 90 TeilnehmerInnen verfolgten die Diskussion mit Prof. Henning Vöpel, HWWI, Götz Hamann, DIE ZEIT, Isabel Jansen, Hamburg Kreativgesellschaft und Teelke Meyer vom Betahaus.

 

Diskutiert wurde darüber, ob man eine Volkswirtschaft einfach so „anhalten“ kann, wie tief die Märkte noch einbrechen könnten und was danach passiert. Außerdem ging es um die wirtschaftliche Situation von Kreativen und anderen Selbständigen und kleinen Unternehmen, denen in den vergangenen Wochen die Einnahmen weggebrochen sind, und welche neuen (digitalen) Geschäftsmodelle sich daraus entwickeln können. Moderiert wurde die Runde vom Leiter des Bucerius Labs Daniel Opper.

Prof. Dr. Henning Vöpel, Ökonom und Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts verwies auf die Auswirkungen der Finanzkrise im Jahr 2008, und sagte, dass deren Ausmaß aktuell bereits überschritten sei. „Wir werden leider davon ausgehen müssen, dass nicht alle Unternehmen und Kultureinrichtungen es (durch die Krise) schaffen werden. Mich macht jedoch optimistisch, dass gerade der kulturelle und unternehmerische Bereich eines Landes, das eine soziale Absicherung hat, neue Blüten erzeugen wird – und Dinge sich erneuern werden. Das ist eine Aufforderung an uns alle: kulturell und unternehmerisch neue Lösungen finden zu müssen!“

„Von vielen dieser Ideen muss man schauen, wie sich langfristig damit auch Einnahmen erzielen lassen. Viele eignen sich jetzt neues Wissen an, das sie später auch im Unternehmen weitergeben können“, sagte Isabel Jansen von der Hamburg Kreativ Gesellschaft, die aktuell eine Service-Hotline für Kreativschaffende, die von der Corona-Krise betroffen sind, betreut.

Teelke Meyer, Community Managerin im Betahaus, ist optimistisch: „Gerade ist ein guter Moment mit neuen Geschäftsideen in den Markt zu gehen – wie es dann weitergeht wird sich zeigen, wenn wir uns als Gesellschaft wieder zurechtgeruckelt haben. Ich glaube es entstehen gerade ganz großartige Dinge, v.a. auch digital zusammen zu arbeiten. Da wird vieles die Krise überdauern. Es entstehen jetzt neue Konzepte, die man sich vor kurzem nicht hat denken können. Da finden jetzt Weinproben online statt: Händler versenden tagsüber die Päckchen und abends trifft man sich online, um gemeinsam die Probe zu machen.

Götz Hamann, Wirtschaftsjournalist und Leiter Digitale Ausgaben bei der ZEIT sagte: „Die aktuelle Krise erzeugt Härten und Leid. Sie ist aber auch ein Fortbildungsprogramm. Viele Menschen lernen gerade rasend viel dazu, zum Beispiel mit digitaler Technik sehr viel besser umzugehen. Das wird bleiben, und es wird den ohnehin anstehenden Strukturwandel in Wirtschaft, Verwaltung und Schulen erleichtern. Die Krise bringt also, das sieht man schon jetzt, auch einen Modernisierungsschub mit sich.“

Das Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung, richtet seinen Fokus auf den digitalen Wandel, der ein zentraler Motor der gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und kulturellen Veränderungen ist. Die aktuellen digitalen Entwicklungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat das Bucerius Lab fest im Blick.

Am Mittwoch, 8. April 2020 um 12 Uhr wird die zweite digitale Lunch Session des Labs stattfinden, dann zum Thema „Digitale Überwachung? Unsere Grundrechte in der Corona-Krise“.

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In Kooperation mit:

Betahaus Hamburg